ÜbersichtBehaviorismusKognitivismusKonstruktivismusQuiz
Wie würden Sie “Lernen” erklären? Und welche Rolle spielen Medien beim Lernen? Ich werden Ihnen den Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus als Ansätze zur Erklärung des Lernens vorstellen. Ich möchte Ihnen nahebringen, diese Lerntheorien als verschiedene Sichten auf das Lernens zu verstehen: Ein pragmatistischer Zugang versteht die verschiedenen Theorien als Werkzeuge, um Phänomene zu beschreiben und zu erklären. Sie können uns helfen, Lernprozesse zu gestalten.
Michael Kerres
Arbeitsschritte
In den weiteren Abschnitten geht es um die folgenden Entwicklungen in der Mediendidaktik. Dabei ist das Aufkommen dieser lerntheoretischen Konzepte eng mit technischen Entwicklungen verknüpft. Diese Zusammenhänge sollen in den folgenden Abschnitten verdeutlicht werden. … mehr

Timeline

Im Taubenkäfig

Der “Behaviorismus” genießt in der Erziehungswissenschaft keinen guten Ruf. Wer möchte wie eine Ratte oder eine Taube konditioniert werden? In diesem Kapitel schauen wir uns die Ideen Skinners bei seinen Versuchen zum Lernen genauer an. Dabei werden wir sehen, dass die Grundprinzipien des Behaviorismus uns auch heute in digitalen Umgebungen begegnen.

Das Kapitel geht auf die ersten Versuche ein, zunächst mechanische, dann elektronische und digitale Geräten für didaktische Zwecke einzusetzen. Die technischen Grenzen waren anfangs groß. Der Behaviorismus – die vorherrschende Lernheorie in den 1960er und 70er Jahren – lieferte eher vage Hinweise, wie Lernprogramme aussehen könnten.

In dem folgenden Video werden Behaviorismus und Kybernetische Ansätze vorgestellt, der mit den Anfängen des computergestützten Lernens verbunden werden. Sie werden heute vielfach kritisch bewertet. Doch manche der Annahmen bilden auch heute weiterhin die Grundlage für viele aktuelle Computeranwendungen.

Aufgabe
In welchen aktuellen digitalen Anwendungen – auch außerhalb des Lernens – finden sich Anwendungen der Grundprinzipien des Behaviorismus?

Antwort
Antwort

Alles nur in meinem Kopf

Der Behaviorismus betrachtete die Regulation von Verhalten durch externe Reize. Der Kognitivismus wandte sich ab den 1970er Jahren den internen Prozessen der kognitiven Informationsverarbeitung zu. Das Buchkapitel beschreibt die Mechanismen der kognitiven Informationsverarbeitung.

Geschichte der Interaktiven Systeme
Weiterführung

Der traditionelle “symbolische” Ansatz der Kognition ist weiterentwickelt worden. Zwei Ansätze erscheinen hier besonders interessant: “Embodied Cognition” und “Social Cognition”. Sie betonen, dass kognitive Prozesse in ihrer Relation zu sozialen und leiblichen Phänomenen verstanden werden müssen.

We don’t need no Education (?)

Der “Konstruktivismus” hat die Diskussion in der Didaktik in den letzten Jahren wesentlich geprägt. Damit verbunden ist die Kritik an konventionellen Formen eines rein “darstellenden Unterrichts”, bei dem sich Lernen auf das “Memorieren” konzentriert. Stattdessen rückt die Forderung nach handlungsorientierten Lehr- und Lernformen, die Lernende umfassend ansprechen, in den Vordergrund. Die Möglichkeiten der digitalen Medien und des aufkommenden Internets haben in dieser Diskussion einen wichtigen Einfluss.

Arbeitsschritte
Das folgende Video beschreibt Hintergründe von konstruktivistischen Lernumgebungen.

Arbeitsschritte
Technische Entwicklungen - Hintergründe
Hintergründe zu der Entwicklung des multimedialen und vernetzten Lernens im Internet. Die Diskussion über Konstruktivismus – beginnend mit den 1990er Jahren – ging einher mit der Entwicklung des Internets und seiner Nutzung als didaktische Umgebung am CERN in der Schweiz. Tim Berners Lee entwickelte 1990 HTML als Grundlage für das WorldWideWeb im Internet. Er setzte damit auch die länger existierende Idee eines Hypertextes erfolgreich um.

Aufgabe
Überlegungen zum Konstruktivismus haben in der Didaktik große Diskussionen ausgelöst. Bedeutet eine Anwendung dieser Überlegungen in der Didaktik tatsächlich “no education”?

Bitte ordnen Sie die Aussagen den unterschiedlichen lerntheoretischen Positionen zu:

Schließlich noch ein kleines Quizz: Welcher lerntheoretischen Positionen neigen Sie zu?